Älter werden in der Pflege

Ist Alter eine Berufskrankheit?

Zuerst waren es Rücken- und Wirbelsäulenerkrankungen, dann psychische Belastungen und Beanspruchungen am Arbeitsplatz, die in den Fokus von Berufgenossenschaften, Verbänden und Krankenkassen gerieten. Oftmals konnte man beim Lesen von Krankheitsstatistiken schon erahnen, welchem Problem und welchem Leid die nächste Kampagne gelten sollte.

Ob das mehr aus Fürsorge angesichts der Nöte der Beschäftigten geschah und geschieht, oder mehr aus Sorge über die steigenden Ausgaben für Arbeitgeber, Kassen und Berufgenossenschaften, sei an dieser Stelle nicht weiter vertieft.

Inzwischen hat das Thema „Älter werden in der Pflege“ Hochkonjunktur. 2006 startete die Berufsgenossenschaft (BGW) ihre Kampagne Aufbruch Pflege mit dem Ziel, dass „Politik und Altenpflegeeinrichtungen sich stärker dafür einsetzen sollen, dass die in der Pflege tätigen Menschen in ihrem Beruf gesund und motiviert bleiben. Hintergrund dieser Forderung sind die oft schwierigen Rahmenbedingungen in Pflegeheimen und -diensten.

Im BGW Pflegereport 2007 Sieht die Pflege bald alt aus legt die BGW den Fokus auf den demografischen Wandel und dessen Auswirkungen auf die Beschäftigten in der Altenpflege. Sie schreibt dazu: „Die Problematik ist mehrdimensional: Sie umfasst nicht nur die unaufhaltsam steigende Zahl älterer, insbesondere auch hochaltriger Menschen und als direkte Folge einen zunehmenden Bedarf an pflegerischer Versorgung und Personal. Sie umfasst ebenso die Tatsache, dass es auch immer mehr ältere Pflegekräfte geben wird.

BGW-Pflegereport 2007 Sieht die Pflege bald alt aus?